25. April 2018

Arztbesuch - nachsinniert



Mittwoch, der 25. April 2018 


Tag – und Nacht - Gedanken
 ……sind’s so viele….gewesen……in den letzten zwei, drei Tagen und….Nächten.

Ich sinniere am besten die „Herz-Arzt-Fahrt“ nach Sonneberg, vor zwei Tagen, noch einmal (ausführlicher) nach. Da ist irgendwie viel passiert, im Außen, wie im Innen.
Gestern bin ich allerdings nicht dazu gekommen hier etwas zu schreiben, alldieweil.......“Physiotherapie“.  Infolgedessen: JETZT! Fotos hatte ich allerdings nicht gemacht. Mein „neuer Apparat“ ist etwas größer als der Alte. Passt nicht mehr so leicht in die Manteltasche. Und in meiner Tasche war kein Platz mehr dafür.

Früher sind wir oft verreist/weg-gefahren. Da brauchte es keine Vorbereitung. Alles…easy. Die gepackte Tasche stand immer griffbereit, denn jedes Wochenende, oder auch mal mittendrinnen, ging‘s ab zur „Band“. Aber heute, auch so mit fortgeschrittenem Alter und bröckelndem und inkonstanten Gesundheitszustand, ist das eben nicht mehr so…..“easy“ wie damals. Da will, wie bereits geschrieben, vorbereitet sein. Zuvorderst,….alle „Dokumente“! Portemonnaie, „Personal“- ausweis und der Schwer-beschädigte von demselben. Ist immer mal wieder „nützlich“ bei Parkplätzen…ganz vorn. Eine Flasche mit Selters und eine „Notfall-ich-habe-hunger-Ration. In diesem Fall war es….Kuchen (Quartasche). Taschentücher, Medikamente, Ersatz-Slip samt Toilettenpapier. Bürste, Haarspange, Lippenstift (den ich so wie so nicht brauchte). Etwas zum Lesen. Aber bitte „klein“. Und wie immer, in solchen Fällen, hatte ich natürlich die Überweisung vergessen, sodass ich am Montagmorgen erst mal den Hausarzt anrief, ob ich den Jörg mit meiner „Kranken“-Karte zu ihnen schicken könnte. Allerdings befürchtete ich, ich muss selber gehen UND mich womöglich noch (wegen dieser vermaledeiten Überweisung) beim Arzt vorstellen.
Aber nein. Alles gut! Es ging reibungslos. Welch‘ Wunder! Das Wetter,……auch okay. Nicht zu kühl und nicht zu heiß. Bedeckt. Eher ein bisschen Niesel-Regen.
Die Hinfahrt fügte sich recht zügig. Vor allem, eine formidable Gelegenheit, sich einmal mit dem Jörg zu unterhalten….über alles Mögliche, was wichtig  und auch so im Allgemeinen abzusprechen ist. Kommt sonst meist viel zu kurz. Vor allem, wenn er Schichten macht.
Ein freier Parkplatz gleich vorm Haus. Jörg kommt mit rein. Frag nach, wie lange es dauern wird und fährt dann zum Marktkauf raus. Na ja, mit gut zwei Stunden muss man rechnen, bei solch‘ „Spezialisten“, auch wenn dort nicht wirklich viele Leute sitzen.
Die Warteräume sind ästhetisch eingerichtet.  Auswechselbare Bilder an den Wänden, die an einer Schiene mittels Schnüren hängen. Es schienen Aquarelle zu sein. Recht groß,….gerahmt. Angerichtete Kunstgestecke, jeweils in zwei Ecken. Der Fokus fällt auf ein recht voluminöses Aquarium. Die Stühle einigermaßen bequem. Die „Schwestern“ freundlich. Andererseits auch ein wenig kühl und reserviert. Besonders die eine Junge. Diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht, dass junge Schwestern, also, die noch „keine Mütter“ sind, zumeist viel mitleidsloser  mit anderen, insbesondere (älteren) Frauen umgehen. Sie sind ungerührt, fast gleichgültig. (Wie Roboter) Distanziert, fast frostig gehen sie ihrer Arbeit nach, als wäre ich eine Nummer, ein Ding, welches getestet werden muss.....nichts weiter. (Vielleicht sogar etwas Ekliges, Altes. Etwas, was ungern an-gesehen wird, weil Mädchen sicherlich nicht daran denken mag, dass sie in ein paar Jahrzehnten ein ähnliches Aussehen haben wird.) Fragen werden gestellt. Wie automatisch. Ich antworte kurz im „Vorgespräch". Es wird gewogen. Weiter darüber gesprochen oder ganz und gar gescherzt wird nicht. EKG, die Drähte werden angelegt, als wäre ich eine Maschine. Ich rede nicht viel. Antworte nur….kurz und präzise. Die Zeit scheint knapp. Alle Handgriffe geschwind erledigt und dann wieder raus. Weiter warten auf den Arzt. – Ein „Not-fall“ kommt dazwischen.
Ein Mann verlässt den Warteraum, während ich gerade  das Lesen beende, der Augen wegen. Eine alte Frau kommt rein. Sie scheint noch sehr vital zu sein. Mit ihr fühle ich mich irgendwie gleich besser/verbunden. Man, nein „Frau“-en lächeln sich gleich an. Ich esse meine „Not-Ration“. Habe Hunger. Dann noch mal rasch auf’s Clo.
Draußen, vor dem Fenster, gleich gegenüber, sehe ich einen jungen Mann. Er scheint nichts zu tun zu haben. Sitzt da einfach nur so rum. Ich starre eine Weile zu ihm hinüber. (Wahrscheinlich hat er mich sogar bemerkt.) Denke über Wohnungen nach, über den Balkon, den ich sehe und den Hinterhof, der zwischen mir und dem Mann da drüben liegt.
Etwas später, der junge Mann ist weg. Rein gegangen offensichtlich. Auf einmal sehe ich eine Katze. Schwarz/weiß. Gehört sie zu ihm? Überlege ich noch und schaue mir die wehende Gardine an der Balkontür daneben an. Wohnt da wer? Wie sieht es dort wohl aus? Wie groß mag die Wohnung sein?
Ich lächle zu der Frau hinüber. Sie hatte mich angesehen. Aus dem Augenwinkel heraus hatte ich es bemerkt. Sie lächelt zurück und fragte, wann mein Termin gewesen ist. Dann wundern wir uns beide, dass schon zwei Stunden drüber sind. Sie schüttelte lachend mit dem Kopf und schon wurde ich aufgerufen.

Der Arzt selbst….wortkarg. Aber das kannte ich ja bereits. Daher redete auch ich nicht viel. Stellte keinen Fragen. Antwortete wieder nur. Denn als ich einmal fragte, ob es denn möglich sei, dass sich mein Herz womöglich doch wieder regeneriert, erwiderte er nur: „Weiß ich nicht.“ Zumindest war er ehrlich. Also, wieso dann noch weiter fragen?
Schon während er mich untersuchte kam DER Satz, welcher mich aufmerken ließ. „Es ist nicht schlechter geworden.“,…sprach’s. Ich grinste schon.
So zehn Minuten später dann, während der „Auswertung“, der nächste Satz in dieselbe Richtung: „Es ist besser geworden.“ Ich grinste weiter. Er fragte noch allerlei, wie beispielsweise nach der Chemo, der Grundtherapie der MS. Ich sagte ihm, ich wolle KEINE! Dann die Frage nach den Medikamenten. Die „kühle Schwester“ hatte ja bereits „aufgenommen“ und notiert, was ich ihr sagte und dann gestand ich ihm, so ehrlich wie ich immer bin: „Ihre Tabletten habe ich gar nicht genommen. Nur die Cantesartan. Morgens und abends eine halbe.“
Keine Reaktion darauf. Nicht einmal ein Blick. Nichts. Nimmt’s einfach wie es ist.
Auch gut! Denk‘ ich so. Umso schneller bin ich wieder draußen.

Draußen wartet schon der Jörg. Ich, ein bisschen unbeholfen. Hätte beinahe meine Brille noch vergessen. Sie lag noch auf dem Clo……..
Die Treppen sind wir dieses Mal runter gelaufen. Ich mag den „Fahrstuhl“ so!!!!....in dem wir hochwärts waren.  Dann noch ein Stück die Straße runter. An einem Döner-Imbiss vorbei, wo ein deutscher Mann verkauft/bedient. Also als Angestellter, beim „Betreiber“.
Jörg zeigt mir den schönen Park. Ein Brunnen in der Mitte. Alles für die so genannten Flüchtlinge gebaut! Nicht etwa für unsere Alten…….DIE hätten es wenigstens verdient!!!!!...nach Jahrzehnte langer und harter Arbeit.

Alles in allem – „Frohe Kunde“!!!! Es geht aufwärts. Weg von den Schäden, die mir „schul-ärztlich“ zugefügt worden sind. A-b-e-r, was diese Leute/Ärzte (einst und noch immer sich wähnend als „Götter in Weiß“) so verbockten………. kostet!!!
Wer hier kein Geld hat, fällt mal locker hinten runter. Kann sich „Gesundheit“ NICHT mehr leisten. Und auch ich strample halt diesbezüglich so vor mich in. Nur gut, dass der Jörg noch diese („Sklaven“-) Arbeit hat. Sonst könnte ich mir meine „heil-praktischen“ Sachen, sprich Nahrungsergänzung, samt Heilpraktikerin nicht leisten.

Wir saßen noch auf ein paar Worte im Wagen und entschieden uns dann, zum Möbelhaus zu fahren. Ich wollte schon lange ein „größeres und vor allem breiteres  Bett“. Dort gab es welche. Jörg hatte sie sich schon mal angesehen.
Vorm Möbelhaus wurde mein Schwerbehinderten-ausweis nützlich. Denn es begann zu regnen.  Wir gleich vorne-hin gefahren. Regenschirm gesucht und ab….ins Möbelhaus. Erst dann begann der Regen heftig!
Drinnen ging‘s erst mal viiiiiele Treppen hoch. Die Muskeln schmerzten. Egal! Ich wollte…..sehen! angesprochen hat mich dann ganz speziell das Eine. Boxsringbett. Zwar in grau gehalten. Aber egal. Und der Preis im Ganzen 444,00 Euronen. Natürlich haben wir’s nicht gekauft. Nur….Mal angesehen. Schön zu wissen, dass es etwas gibt, was ich mir als Bett für mich vorstellen könnte. Jörg meint, er zahlt erst mal noch seinen Schrank und den Küchentisch bei OTTO ab und dann…..so im Herbst, wäre es möglich solch‘ einen Kauf, also den Kauf so eines Bettes, anzugehen. Damit war ich…..zufrieden. Immerhin wurde mir die Erfüllung (m)eines Wunsches in (nähere) Aussicht gestellt.

Heimwärts fast alles easy. Es gewitterte und wir fuhren Diesem hinterher. Der Scheibenwischer auf voller Leistung!!! Am Wohnblock angekommen,….kein Regen mehr…..
Ich war so glücklich über das Ergebnis! Grinste nur!!! Gut zu wissen, dass ich auch mal etwas richtig entschieden habe. Das alles gut gegangen ist und besser wird!
Und trotz alledem, - ich hatte das schon des Öfteren, wenn ich von „auswärts“ in die Wohnung komme – stellte sich dann Verdruß, Unzufriedenheit, erneuter Katzenjammer und Überlegungen ein, - WO gibt es eine bessere Wohnung für uns? Ich bemängle: Es stinkt immer noch (!!!)....nach Plastik oder wer weiß was, insbesondere in meinem Schlafzimmer. Aber auch in der Diehle, gleich, wenn man rein kommt. (Bin ich erst mal wieder ein paar Minuten drinnen, bemerk ich's kaum mehr.)
Ich find’s immer eigenartig, diese „Mauseloch“, in dem wir wohnen, zu sehen, komme ich von weiter her zurück. Unterwegs schaue ich immer nach Häusern, Fenstern ohne Gardienen, wo leere Wohnungen sind. Fand jedoch noch nichts Geeignetes. Zumindest nichts Besseres als das und vor allem, was wir uns leisten könnten. 
Na ja, ist man dann wieder eine Weile lang in den "vier Wänden", hat man sich wieder dran "gewöhnt". 


Auf in den Wald......



Na dann,…..auf in den Wald und „zurück“.



 






















Also, wer mal nach Lichte kommt, kann "hier" übernachten.

Das Gebäude links, ist die Feuerwehr in Lichte.

Wir sind immer noch in Lichte. Hier geht es runter nach "Wallendorf".

Jetzt sieht man schon die alte Eisenbahnbrücke......

Lichtes Wahrzeichen - Monument.


Siehe hier, "rot eingerahmtes" - da wohnen wir.

Hier fährt man, nach einer kleinen Brücke über den Bach, in den Hinterhof.

Unsere Wohnungstür........

Also,....WAS für "KRAMPF", die Bilder von "oneDrive" hier rüber zu Blogger zu holen!!!!!!!
Es lag aber NICHT an Blogger, sondern bei "OneDrive", oder,....am Netzt so wie so. Wer weiß.....
Da kann man ja zwischendurch Essen kochen.....und der Jörg fährt auf Arbeit und zurück.
Aber egal,....."geschafft"!

Ich hoffe, die kleine Reise hat Euch gefallen….